Neurochirurgie - ein historischer Überblick
- vor 10.000 Jahren frühgeschichtliche Trepanationen (teils kultischer Art, teils Verletzungsbehandlung
- 3000-2500 v.Chr.:Papyros Smith: Beschreibung von 48 Fällen verschiedener Verletzungen und deren Behandlung, inclusive Schädel- Hirn- Verletzungen und Rückenmarksverletzungen
- 4.Jhd.v.Chr. Hippokrates : Schrift über Schädelbrüche (Frakturen, Fissuren, Impressionsfrakturen
- erst im 19.Jhd. Weiterentwicklung der Neurochirurgie mit Kenntnis anatomischer und physiologischer Zusammenhänge, Einführung von Asepsis und Narkose
- Ende 19.Jhd. erstmalige Operation intrakranieller Tumoren und spinaler Tumoren
- 1889 Einführung der osteoplastischen Trepanation durch W. Wagner
- Victor Horsley (1857-1916): zahlreiche Operationen intrakranieller Tumoren in England
- Ernst von Bergmann (1836-1907): Begründer der Hirnchirurgie im deutschen Sprachraum
- Harvey Cushing (1869-1939): Begründer der amerikanischen Neurochirurgie
- Fedor Krause (1857-1937): Vater der deutschen Neurochirurgie
- Wilhelm Tönnis (1898-1978): erste neurochirurgische Abteilung 1934 in Würzburg
- 1934 erste Beschreibung der Operation lumbaler Bandscheibenvorfälle (= häufigste neurochirurgische Operation) durch Mixter und Barr
- 1960 Einführung des Operationsmikroskopes und mikroneurochirurgischer Operationstechniken, Laser-Chiurgie, Ultraschallaspirator
- 1972 Einführung der kranialen Computertomographie, Anfang der 80er Jahre der Magnetresonanztomographie (MRT)
- seit 1949 Neurochirurgie in Leipzig (Universität Leipzig), (ab 1997 am Krankenhaus St. Georg)
- moderne Verfahren: Stereotaxie, Neuronavigation, computerassistierte Methodik